Welcher Bank kann ich noch vertrauen und ist mein Geld bei der Bank noch sicher? Das Vorurteil, Banken zocken mit den geborgten Geldern der Bürger, scheint nach der Finanzkrise 2008 bestätigt. Banken stecken seitdem in einer Vertrauenskrise. Manche böse Zungen behaupten sogar: Geld braucht keine Bank. Ganz ohne Bank geht es aber auch nicht, es ist aber wichtig auf Missstände im Bankenwesen hinzuweisen. Ratsam ist ein vernünftiges Miteinander mit vernünftigen Spielregeln.

Die Bevölkerung ist sich nach der Finanzkrise 2007 einig: Banken und Transparenz gehen anscheinend nicht immer Hand in Hand. Verschiedenen Studien und Umfragen unterstreichen diesen Trend. Demzufolge, haben mehr als die Hälfte der Deutschen das Vertrauen in traditionelle Kreditinstitutionen verloren.

Die Unsicherheit der Bürger gegenüber den Banken richtet sich dabei aber weniger gegen Personen, vielmehr gegen die Institution „Bank“. Aber nicht nur die Finanzkrise hat die Beziehung zwischen Banken und Kunden grundlegend verändert. Die Kunden kritisieren auch die fehlende Kompetenz. Des Weiteren fühlen sie sich auch oft missverstanden und werfen den Banken mangelnde Beratung vor: In diesen Beratungsgesprächen wird unter anderem das Eigeninteresse in Vordergrund gestellt, der Drang das eigene Produkt zu verkaufen wird über das Kundenbedürfnis gelegt. Der falsche Weg!

Der einfachste Weg, das berechtigte Misstrauen aus der Welt zu schaffen, ist mehr Transparenz zu schaffen, den ehrlichen Dialog zu suchen und die „Zockerei“ im großen Stile einzustellen. Letztere Forderung scheint aber sehr illusorisch, denn für Banken zählt auch der Profit. Dieser lässt sich allerdings und bekanntlich nur über Gewinne erwirtschaften.
Banken müssen versuchen ihr Augenmerk stärker auf die Beratung zu richten, denn nur wenn die Banken wieder auf die Qualität der Beratung und Kundenservice setzen, kann das Vertrauensdefizit, was zur Zeit sehr ausgeprägt ist, aus der Welt geschafft werden.

„Geld unter die Matratze“ – oder gibt es Alternativen?

Besonders für Anleger ist das zerrüttete Verhältnis und das verloren gegangene Vertrauen in eine Bank problematisch. Durch die oben beschriebenen Vorwürfe ist der Anleger oft auf sich alleine gestellt. In diesem Fall können z. B. selbstständige Finanzberater helfen, der Vorteil: Bank eigene Produkte müssen nicht verkauft werden.
In Zeiten von Misstrauen gegenüber Banken erfreuen sich aber auch P2P-Anieter immer größerer Beliebtheit. P2P-Anbieter im Internet werden demnach zunehmend lukrativer bei Kreditsuchenden, aber auch bei Anlegern. Statt sich das Geld beispielsweise von der Bank zu leihen, leihen sich immer mehr Leute Geld auf Online-Kreditmarktplätzen wie auxmoney – denn Geld braucht keine Bank. Ohne Bank können demnach sowohl Anleger als auch Kreditsuchende von günstigen Zinsen profitieren.