Bei Finanzierungen durch einen Ratenkredit war in der Vergangenheit der erste Weg zur Hausbank. Seit einigen Jahren hat sich eine weitere Möglichkeit auf dem Kreditmarkt etabliert und erfreut sich einer steigenden Beliebtheit: der Peer-to-Peer-Kredit. Bei diesem Modell werden private Kredit-Wünsche durch private Investoren erfüllt. Seit dem Jahr 2002 gibt es diese Alternative auch in Deutschland. Marktführer ist die Plattform auxmoney.

Im Vordergrund steht das Investitionsvorhaben

Die Fragen drängen sich auf: Wie kommen der Kreditsuchende und die Investoren zusammen? Gibt es Unterschiede zwischen einem Ratenkredit bei der Bank und bei einem P2P-Kredit? Mit welchen Gebühren muss man rechnen?Der Peer-to-Peer-Kredit, wie er zum Beispiel bei auxmoney angeboten wird, eignet sich prinzipiell für jede Privatperson. Besonders aber für jene Personengruppen, die allgemein Schwierigkeiten haben, einen Bankkredit zu erhalten. Dies sind zum Beispiel Studenten oder Existenzgründer. Doch auch beim P2P-Kredit gilt es, das Vorhaben gut zu erläutern und zu begründen – schließlich sollen die Investoren überzeugt werden.

Der erste Schritt ist eine kostenlose Registrierung

Wer sich dafür entscheidet, sein Glück mit einem Ratenkredit bei einer P2P-Plattform zu versuchen, muss sich dort in der Regel zuerst registrieren. Dieses sollte kostenfrei geschehen. Neben Angaben zur Person ist eine Darstellung des Investitionswunsches erforderlich. Die Chancen erhöhen sich durch Angabe von Sicherheiten, die zum Beispiel in Form des eigenen Autos möglich sind. Nach der Registrierung wird der Antrag von der Plattform geprüft und die Bonität festgelegt. Zwar werden hierbei nicht jene strengen Maßstäbe einer Bank angelegt, doch ist eine Prüfung zum Schutze der Anleger unumgänglich. Darüber hinaus werden entsprechend der Bonität auch die Zinsen bestimmt, mit denen der Kredit verzinst wird.

Vorstellung des Kreditgesuches auf der Plattform

Wer es bis hierher geschafft hat, gelangt mit seinem Investitionsvorhaben auf die P2P-Plattform. Hier entscheiden Investoren, ob sie das Kreditgesuch finanzieren möchten und wenn ja, in welcher Höhe. Hierdurch offenbart sich ein weiterer Vorteil für den Kreditnehmer. Ist er bei einem Bankgespräch von der Entscheidung einer oder weniger Personen abhängig, stehen ihm auf der Plattform mehr Möglichkeiten zur Auswahl. Gefällt dem einen Investoren die Bedingungen nicht, findet ein anderer sie möglicherweise annehmbar.

Gebühren erst beim Zustandekommen des Kredites

Bis zu diesem Punkt sind keinerlei Gebühren für den Kreditnehmer angefallen. Erst wenn der Kredit zustande kommt, werden Gebühren fällig. Auxmoney beispielsweise nimmt zur Zeit 2,95 % des Kreditvolumens als Vermittlungsgebühr. In der Regel sind diese Gebühren bereits in den Monatsraten enthalten, sodass der Kreditsuchende von Anfang an seine Belastung genau kennt.